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Nachrufe 2018-05-25T08:45:15+00:00

Nicht vergessen…

Es ist immer ein trauriger Anlass, wenn man von einem lieben Menschen Abschied nehmen muss. Der Theaterverein „Harmonie“ möchte an dieser Stelle an Weggefährten erinnern, die an irgendeiner Stelle im Verein tätig waren und uns eine Weile begleitet haben.

Annemarie Ruf wurde am 28. Dezember 1925 in Kirchheim geboren. Zusammen mit 4 Brüdern verbrachte sie eine schöne Kindheit und war als Außendienstmitarbeiterin viel unterwegs.
Ihre Lieblingsbeschäftigungen waren das Handarbeiten, zu allen Gelegenheiten „schwäbisch dichta und schwätza“ und das Theaterspielen.

Seit 15. Juli 1946, also seit der Gründung des Vereins war Annemarie eine feste Stütze der „Harmonie“. Bis 1990 stand sie in 39 Rollen auf der Bühne und war 1953 die erste Frau, die der Vorstandschaft angehörte und war 22 Jahre Beisitzerin. Im Zeitraum von 1987 bis 1990 übernahm sie 5 x die Spielleitung und war vom 1971 bis 2005 als Kassenprüferin tätig. Mit viel Freude und viel Humor war Annemarie bei Vereinsanlässen dabei und verstand es mit lustigen Anekdoten und ihren „schwäbischen“ Geschichten die Vereinsmitglieder zu unterhalten und zu begeistern.

Bis ins hohe Alter, auch als sie an den Rollstuhl gefesselt war, ließ sie es sich nicht nehmen, die Aufführungen der „Harmonie“ zu besuchen.

Annemarie, der Theaterverein hat dir viel zu verdanken.

 

 

Nach schwerer Krankheit verstarb unser langjähriger Maskenbildner Werner Dannhart am 26. Oktober 2014. Werner trat am 28. Februar 1971 der „Harmonie“ bei und war lange Jahre zusammen mit seiner Frau Ingrid für das bühnenwirksame Aussehen unserer Mitspieler verantwortlich. Auch nach seiner aktiven Zeit in der Maske blieb er dem Verein treu verbunden und stellte seine Erfahrungen zur Verfügung. Vergelt’s Gott für die schönen Feste in „Dannhart’s Garten“.

Werner, wir werden dich nicht vergessen.

Am 17. März 2013 fiel der letzte Vorhang für das Stück „2 wie Bonnie & Clyde“.

Die Zeitung schrieb: ..als nach dem letzten Akt der Vorhang fällt, prasselt begeisterter Applaus auf die beiden Darsteller nieder. Anja Freisinger und Tobias Dannhart wirkten sehr erschöpft und strahlend glücklich…“
Leider wiederholt sich dies nie mehr, denn am 23. Oktober 2014 fiel für unsere Anja viel zu früh der allerletzte Vorhang, wir müssen für immer von ihr Abschied nehmen.

Schon bald nach der letzten Aufführung wurde bekannt, daß Anja von einer schweren Krankheit befallen war. Sie war jedoch zuversichtlich und hoffte, wieder zu genesen. Mit der ihr eigenen Energie ging sie damit um, hatte auch den Wunsch, bei den Aufführungen zum Kirchheimer Marktfest 2014 wieder mitzumachen. Leider ging dies doch nicht.

Von Februar 2005 bis zum März 2013 wirkte Anja in 6 Aufführungen mit und wurde durch Ihre Art von den Mitspielern und dem Publikum geschätzt.

Danke Anja

Artikel in der Mindelheimer Zeitung:

Trauer um Walli Steber

Gründerin des Kirchheimer Singkreises gestorben

Kirchheim/Ichenhausen Trauer hat der überraschende Tod von Walburga (Walli) Steber ausgelöst. Die bekannte Kirchheimerin starb am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren im Krankenhaus Krumbach. Die allseits beliebte und geachtete Verstorbene hinterlässt nicht nur in ihrem Familien- und Bekanntenkreis eine große Lücke, sondern auch in Ichenhausen, wo sie die letzten Jahrzehnte gemeinsam mit ihrer ungarischen Freundin lebte.

Walli Steber ist durch ihr engagiertes Mitwirken im Kirchheimer Kirchenchor und beim Theaterverein Harmonie noch in bester Erinnerung. Große Verdienste hat sich die Lehrerin, die auch in Eppishausen unterrichtete, durch die Gründung und Leitung des „Singkreises Kirchheim“ in den 60er Jahren erworben. Mit Begeisterung und großem musikalischen Können formte sie einen Chor von beachtlichem Niveau. Ihre Bemühungen, junge Menschen durch diszipliniertes Singen zu bilden und zu erziehen, fanden allgemein große Anerkennung. (est/kk)

Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 22. Januar, um 13.30 Uhr in Kirchheim statt. Anschließend Beerdigung auf dem Friedhof des Fuggermarktes

Nach längerer Krankheit verstarb unser Musiker Karl Peschke am 2. Mai 2011 in Gersthofen. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereinsorchesters und trug durch seine musikalische Unterstützung nicht nur zu vielen gelungenen Aufführungen bei, sondern durch seinen Humor und seine Kameradschaft auch zu unzähligen unvergessenen Stunden nach den Aufführungen in geselliger Runde im Vereinsheim sowie bei unseren Ausflügen. Nie scheute er den weiten Weg von Gersthofen nach Kirchheim.

Karl, wir werden dich nie vergessen.

Nach längerer Krankheit verstarb am 10.10.2010 unser langjähriges Mitglied Hans Kugelmann.
Zwischen 1958 und 1963 stand er einige Male auf der Bühne. Auch als passives Mitglied war Hans dem Verein stets verbunden und fehlte auf keiner Generalversammlung. Hier war er seit Jahrzehnten für den Tagesordnungspunkt ‚Entlastung‘ zuständig.

Unser Mitgefühl gilt neben seiner Frau auch seinen Kindern Christine und Markus, die als Mitspieler in seine Fußstapfen getreten sind.

Mitten in den Proben zu unserer heurigen Theateraufführung erreichte uns die traurige Nachricht vom plötzlichen Ableben unserer Elisabeth. Im Jahr 1973 debütierte sie als Bedienung Resi im Lustspiel „Der Hochstapler“ und wirkte bis 1997 bei 14 Inszenierungen mit. Ob in den 70er Jahren als Magd oder Tochter oder nach einigen Jahren Pause in den 90er Jahren als unvergessene Ria Ray im Schwank „Der keusche Lebemann“ und einigen weiteren Hauptrollen, auf „Lies“ war immer Verlaß. Von 1999-2002 unterstützte sie die Spielerschar als Souffleuse. Durch Ihre gesellige Art war sie bei allen Mitgliedern sehr beliebt. Eine schwere Krankheit zwang sie dann zum Verzicht auf weitere Bühnenauftritte. Der Kontakt zur „Harmonie“ blieb jedoch immer bestehen und noch vor einem Jahr war sie trotz ihrer Krankheit beim Jubiläumsumzug der Kirchheimer Schlossfunken mit von der Partie.

Elisabeth, du lebst in unseren Herzen weiter.

Franz Mayr war ein Mann der ersten Stunde: von 1948 bis 1954 (bereits 1950 war er nach Babenhausen verzogen) wirkte er in 9 Aufführungen mit.

Er ist in Kirchheim geboren und wurde als 16-Jähriger in den Zweiten Weltkrieg eingezogen. Als gelernter Molkereifachmann zog er 1950 nach Babenhausen, wo er sich gleich heimisch fühlte. So gehörte er von 1966 bis 1978 dem Gemeinderat an und wirkte sechs Jahre lang als Mitglied des Kreisrats Unterallgäu sowie in dessen Gutachterausschuss. Mayrs ganze Leidenschaft galt dem Theaterspielen beim örtlichen Theaterverein und dem Gesang.

Peter Kraus war vom 28.02.1971 bis zu seinem frühen Tod im Mai 2005 Mitglied in der Harmonie.

Als gelernter Schreiner widmete er sich dem Bühnenbau und war für Sonderanfertigungen zuständig. Sein großes Hobby war das Fotografieren und speziell das Filmen. Mit seiner Kamera war er Begleiter auf zahlreichen Ausflügen und hielt auch manche Aufführung für die Nachwelt fest. In vielen Generalversammlungen baute Peter seine Gerätschaften auf und ließ die Mitglieder mit seinen Filmen in der Vergangenheit schwelgen.
Eine schwere Krankheit nahm ihn viel zu früh aus unserer Mitte. Peter wir danken dir für deine Arbeit und dein Engagement für die „Harmonie“.

Werner Ruf war vom 1967 bis 1994 bei insgesamt 32 Aufführungen für die Beleuchtung anlässlich unserer Theaterinszenierungen zuständig und verantwortlich.

Er hat diese Aufgabe von seinem Vater übernommen und war lange Zeit der Herrscher im „Krähennest“, der kleinen Plattform von knapp einem Quadratmeter links oberhalb der Bühne. Umgeben von Kabeln, Schaltern und Sicherungen sorgte er dafür, dass die Scheinwerfer zum richtigen Zeitpunkt an- und ausgingen und die Akteure ins rechte Licht gerückt wurden.

„Nanne“, vielen Dank für deinen treuen Dienst hinter den Kullissen.

Herrmann Schwarz stand in der Zeit vom 1965 bis 1971 in sechs Rollen auf der Bühne (40 Minuten Verspätung, Thomas auf der Himmelsleiter, Die falsche Katz, Alles beim Teufl, Einer sieht die Wahrheit und Kopf oder Zahl), zumeist als jugendlicher Liebhaber. Beruflich bedingt war er sehr viel unterwegs und musste daher die Schauspielerei an den Nagel hängen. Im November erreicht uns aus Zypern die Nachricht von seinem viel zu frühen Ableben.

Herrmann, wir danken die für deinen Einsatz für die Harmonie.

Theo Schuster wurde 1914 in Kirchheim geboren und war Gründungsmitglied der „Harmonie“. Im Dezember 1946 stand er in „Die Zuflucht der Sünder“ auf der Bühne, ehe er nach Memmingen ging und dort die Memminger Zeitung gründete. Im Jahr 1996 weilte er anläßlich des 50-jährigen Bestehens unseres Vereins im Adlersaal noch unter uns.

Im Dezember 1999 ist Theo Schuster in Memmingen verstorben. Theo Schuster war Mitglied zahlreicher Vereine und berufständischer Organisationen außerdem Handelsrichter und Vorsitzender im schwäbischen Gesellenprüfungsausschuss für Buchdrucker. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Band und mit dem Memminger Stadtsiegel ausgezeichnet.

Wir wollen Ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

„Gietler’s Toni“ war jahrzehntelang ein fester Bestandteil des Theatervereins. Bereits im Jahr 1949 wurde er in die Vorstandschaft des Theatervereins berufen und bekleidete bis 1951 das Amt des Schriftfühers, ehe er ab diesem Zeitpunkt für fast 30 Jahre die Kassengeschäfte der „Harmonie“ übernahm. Damit verbunden war auch der Kartenvorverkauf für die einzelnen Aufführungen. Und so pilgerten in den Jahren 1951 bis 1980 viele Kirchheimer in das Drogeriegeschäft in der Fuggerstrasse, wo Anton Hiemer mit seiner Frau Paula die Billetts verkaufte. Bei teilweise bis zu vier Produktionen im Jahr mit manchmal 20 Aufführungen war dies ein enormer Arbeitsaufwand.

Doch nicht nur die Kasse und der Vorverkauf war das Metier von Toni, auch die Vereinsmusik war eine Herzensangelegenheit von ihm. Zusammen mit Robert Bartsch und Karl Peschke trug er zur musikalischen Umrahmung der einzelnen Aufführungen, noch heute ein Markenzeichen der „Harmonie“, bei. Und dann die Geselligkeit: wenn im Nebenzimmer der Hiemer Toni seine Gitarre auspackte und das „Lieschen“ anstimmte, tanzte der Bär.

Mit 72 Jahren übergab er die Kasse in jüngere Hände, blieb aber bis zu seinem Tod der Harmonie verbunden.

„Toni“, danke für alles, wir werden dich nicht vergessen.

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Im Jahr 1946 wurde unser Theaterverein gegründet. Initiator der „Harmonie“ war der Buchdruckereibesitzer Josef Räuschle, der den Verein bis 1973 als Vorstand leitete. Mit 74 Jahren übertrug er das Amt des 1. Vorstandes auf seinen Sohn.

Über sechzig Theaterstücke wurden während seiner Zeit als Vorstand aufgeführt und bei 54 Stücken stand er selber auf der Bühne, eine Leistung die keiner unserer Spieler nachher wieder erreichte. Großbauern, Staatsanwälte, Geistliche, Kellner, Glockengießer, Opas und vielen anderen Rollen gab er ein unverwechselbares Gesicht,  ehe er sich 1973 auch von der Bühne verabschiedete. Neben diesen Tätigkeiten war er als Buchdrucker und Lokalreporter auch für die, heute würde man sagen: Öffentlichkeitsarbeit, zuständig. Viele Zeitungsberichte, Programme und Plakate zeugen davon.

Wir haben dem Vorstand, Spieler und Menschen Josef Räuschle viel zu verdanken. Vergelt’s Gott.